Wahre Geistergeschichten

Besuch einer alten Dame

Marvin K. (15) hat für uns eine schaurige Geschichte über seine Begegnungen mit einer geisterhaften Dame:

„Im Jahr 2015 zogen wir nach R. (Westerwald) in eine Mietwohnung, die am Waldrand liegt.

Ich habe dort mein eigenes Reich im Dachgeschoss. In der ersten Nacht in der der neuen Wohnung erwachte ich nachts gegen 2 Uhr. Ich sah die Erscheinung einer älteren Frau, die ein Abendkleid trug. Sie stand plötzlich vor meinem Bett.

Im ersten Moment war ich geschockt und hatte Angst. Die ältere „Dame“ stand einige Sekunden da, dann ging sie in den Flur, und das Licht ging dort an. Danach hatte ich ca. ein Jahr lang Ruhe.

Am 29.12.2016 sah ich sie dann wieder! Sie stand gegen 2 Uhr morgens wieder vor meinem Bett. Zuerst dachte ich es sei Einbildung, doch im neuen Jahr fing es dann erst so richtig an. Eines Abends saß ich im Wohnzimmer am PC. Gegen 23.45 ging im Garten der Außenscheinwerfer ( Bewegungsmelder) an, und ich sah die Frau im Garten stehen. Leider weiß ich, dass es die Erscheinung wirklich gibt, und ich sie wahrnehmen kann. Die Frau kam näher und dann spürte ich, dass sie in der Wohnung war. Da ich sehr müde war, beschloss ich schlafen zu gehen, aber daran war nicht zu denken. In dieser Nacht war mein Hund bei mir. Gegen 1.25 Uhr wurde ich wach und sah, dass mein Hund Angst hatte und er wollte zu mir ins Bett. Um 1.30 Uhr ging im Flur das Licht an und ich sah, wie die Frau in mein Zimmer kam. Ich hatte keine Angst, aber es war ein komisches Gefühl. Die Frau sagte, dass sie Hilfe braucht. Mehr hat sie nicht gesagt. Ich hörte keine Stimme, ich hörte es in meinem Kopf. Und ich konnte mich mit ihr so unterhalten. Sie ging dann ins Wohnzimmer und ich folgte ihr. Dann verschwand sie. Also beschloss ich wieder schlafen zu gehen.

Am nächsten Tag erzählte ich  meiner Lehrerin von der Erscheinung. Wir haben darüber geredet und sie hat mir angeboten ein Weihrauch – Räucherstäbchen mitzubringen. In der folgenden Nacht war alles ruhig. Am nächsten Tag versuchten wir herauszufinden, was früher auf dem Grundstück war, auf dem das Haus nun stand, aber leider haben wir es nicht herausgefunden. Meine Lehrerin sagte mir, dass an diesem Tag ein Mann zu Besuch in der Schule sei, der sich mit solchen Dingen auskennt. Ich konnte mit ihm reden und bekam guten Rat. Er sagte mir, dass die Frau meine Hilfe braucht und ich ihr sagen soll, dass sie ins Licht gehen kann. Am folgenden Abend erschien sie nochmal auf dem Flur vor meinem Zimmer. Sie wollte mir etwas mitteilen, was ich aber nicht verstand. Dann ging sie die Treppe hinunter und verschwand.

Am folgenden Abend räucherten wir die ganze Wohnung aus und ich sagte der Frau immer wieder, dass sie ins Licht gehen darf. Gegen 2.30 Uhr erschien sie noch einmal vor meinem Bett und bedankte sich. Seither habe ich sie nicht mehr gesehen.“

Der schwarze Tod?

Frau M. B. war so freundlich, mir gleich mehrere Geschichten zu schicken, von denen ich Euch heute eine vorstellen möchte. Doch hat nicht sie selbst es erlebt, sondern ihr Vater:
„Damals war mein Vater noch ein Teenager, das muss in den 60iger Jahren gewesen sein. Er hatte damals einen Freund und zugleich Schulkameraden, der aus derselben Ortschaft stammte. Mein Vater wohnte auf einem Bauernhof. Neben dem Wohnhaus und Stall stand eine große Scheune, die steht heute noch da. Darin befanden sich die Landwirtschaftsgeräte und das Heu. Mein Vater war mit seinem Freund in der Scheune zum Spielen, da sah er plötzlich eine Gestalt stehen: schwarz gekleidet mit einen Hut. Ein Gesicht konnte er nicht erkennen, dazu muss es zu duster gewesen sein oder vielleicht war auch die Gestalt nicht eindeutig klar zu sehen. Er bekam Angst und rannte aus dem Gebäude. Sein Freund hinterher. Der wusste gar nicht, was los war und fragte ihn, warum er so plötzlich weggelaufen sei. Der andere Junge hatte diese Gestalt nicht gesehen. Es vergingen einige Tage, dann starb der Schulkamerad meines Vaters. Es stellte sich heraus, dass er eine schwere Krankheit hatte. Mein Vater sagte selbst, er habe damals den Tod gesehen.“

War die Schattengestalt ein Vorbote des Todes?

Auch Stephanie weiß eine Geschichte, die ihr Vater als Kind erlebt hat:
„Mein Vater hat als Kind viele gruselige Dinge erlebt. Als mein Vater sieben oder acht Jahre alt war, saß er mit seiner Mutter in der Wohnstube und unterhielt sich mit ihr, als sie auf einmal ein Klappern auf dem Dachboden hörten. Mein Vater ging in den Flur, machte die Tür, die zum Dachboden führte, auf und machte das Licht an, ging hoch, während seine Mutter unten an der Treppe wartete. Mein Vater sagte dann zu seiner Mutter, hier oben sei nichts und ging wieder runter, machte das Licht aus und die Tür zu. Sie gingen wieder in die Wohnstube. Nach etwa zehn Minuten ging das Geklapper wieder los und Schritte waren zu hören. Mein Vater ging wieder auf den Dachboden und seine Mutter wartete wieder an der Treppe. Auf einmal ging das Licht aus und mein Vater stand im Dunklen. Er meinte zu seiner Mutter, sie solle das Licht wieder anmachen, aber seine Mutter sagte, sie habe das Licht nicht ausgemacht, sie sei nicht mal in der Nähe des Lichtschalters. Mein Vater ging die Treppe runter, machte die Dachbodentür zu und sie gingen erneut in die Wohnstube. Auf einmal ging das Geklapper von Neuem los und Schritte waren zu hören, die langsam die Treppe runterkamen. Sie hörten, wie die Dachbodentür aufging und jemand im Flur rumlief. Auf einmal klopfte es an der Tür! Die Mutter meines Vaters flüsterte ihm ins Ohr, er solle ja nicht herein sagen. Das Klopfen wurde immer heftiger, so dass das Türblatt schon gewackelt hat. Vor lauter Angst schliefen sie in der Stube. In der Früh, als sie aufwachten, machten sie die Tür auf und trauten ihren Augen nicht: an der Tür waren Fingerabdrücke zu sehen, die waren richtig im Holz drin. Ich habe die besagte Tür selbst gesehen, weil sie heute zu meinem Zimmer führt. Es schaudert mich, nachts in die Küche oder ins Bad zu gehen, ich muss immer wieder daran denken, was mein Vater mir erzählt hat. Die Fingerabdrücke sind immer noch an der Tür. Wir haben schon versucht, sie wegzuschleifen, aber sie gehen nicht weg.“ Das ist übrigens nicht die einzige unheimliche Geschichte, die diese Familie in dem alten Haus erlebte …

Das Geistervideo

Regina kontaktierte mich erstmals, nachdem sie eine spukige Szene aus meinem ersten Roman „Einfach zauberhaft. Die verfluchten Geister“ gelesen hatte, denn erstaunlicherweise ist ihr genau das bereits wirklich passiert.
„Diese Szene mit der DVD verursachte bei mir extrem Gänsehaut. […] Es hört sich jetzt total verrückt an, aber genau diese Szene habe ich persönlich erlebt. Es gab zwar keine Stimmen bei meinem Erlebnis, aber ansonsten war die Geschichte original so, wie du sie beschrieben hast. Wie in deinem Buch, sah ich mir ein Video an, nach dem Beginn wurde plötzlich alles schwarz-weiß, dann bildete sich eine Frauengestalt – ganz deutlich. Das passierte öfter. […] Später stellte es sich heraus, dass dieses Bild genau das Bild einer verstorbenen Arbeitskollegin meiner Mutter war, die ich niemals persönlich kennenlernen konnte, obwohl es ihr Wunsch war. Es kam nicht mehr dazu. Meine Mutter träumte in einer Nacht, Konstanze [Anmerkung: Name der Kollegin] hätte sich im Büro der Buchhandlung aufgehängt und baumelte tot über ihrem Schreibtisch. Als sie dann in der Arbeit war, erfuhr sie, dass Konstanze am Abend vorher aus unerklärlichen Gründen auf die andere Fahrbahn geraten und ums Leben gekommen sei. Dann passierten einige seltsamen Dinge. Nachdem dies mit dem Video war, habe ich für mich beschlossen, ihr Grab aufzusuchen und ihr eine Rose auf ihre letzte Ruhestätte zu legen. Einige Zeit später ergab es sich, dass ich stundenweise in der Buchhandlung arbeiten konnte. Es gab Kunden, die sahen mich ganz entgeistert an und meinten, unsere Konstanze sei wieder da, oder dich hat Konstanze geschickt, du bist wie unsere Konstanze. Für mich ein Rätsel, ich sah ihr optisch nicht annähernd ähnlich. Danach habe ich nie wieder was von ihr wahrgenommen.“

Die Nonne

Regina hat noch ein weiteres Erlebnis für uns, diesmal besonders unheimlich:
„Die Nicht-Lebenden sind mir gegenüber scheinbar sehr anhänglich. Ich habe ja nichts dagegen, aber sie nehmen mir oft ganz schön viel Energie. Also, wenn ich an die letzte Begebenheit im Maria Plain zurückdenke … Damals fiel mir nicht nur das Atmen schwer, ich war auch einige Zeit danach platt wie ne Flunder. Meine Eigenenergie war nur noch auf ein Minimum reduziert. Ich hatte keine Angst, aber seitdem mache ich trotz allem lieber einen riesen Bogen um die Kirche und werde sie freiwillig nicht mehr betreten.
Ich war dort auf eine Hochzeit eingeladen. Die Kirche war sehr gering besucht, nur die vorderen Reihen waren belegt. Es wurde plötzlich so unangenehm kalt und die Luft wirkte irgendwie komprimiert. Das Atmen viel mir schwerer als sonst. Plötzlich hatte ich das Gefühl, mich beobachte jemand, obwohl ich in der letzten Reihe saß. Ich drehte mich dann doch mal um und hinter mir kniete eine Klosterschwester und betete. Nachdem ich mich gleich drauf noch mal umdrehte, war sie wie weggeblasen. Dann hatte ich das Gefühl, ich muss da raus. Ich fühlte mich echt, als ob mir jemand die Luft abdrücke. Ich habe danach versucht, Nachforschungen anzustellen, bekam aber nichts heraus.“

Die Stimme

Regina erzählte mir kürzlich ein Erlebnis, das sie sich bis heute nicht wirklich erklären kann:
„Einmal habe ich wahrhaft eine Stimme gehört, bzw. nicht nur ich alleine, auch meine Mutter. Ich war mit ihr und meinem Hund von Bad Reichenhall Richtung Heimat unterwegs. Auf einmal hörte ich nahe Staufen eine Stimme: Pass auf! Da ich es gar nicht mochte, dass mir meine Mutter beim Fahren reinredete, machte ich meinen Unmut kund. Sie meinte, sie hätte nichts gesagt, fragte sich aber ihrerseits, warum ich Pass auf gesagt habe. Sie war es also nicht, ich war es nicht und mein Hund wirkte auch nicht gerade so, als ob er plötzlich sprechen konnte. Eigenartigerweise fuhr ich, nachdem ich die Stimme gehört hatte, nicht die gewohnte Strecke nach Hause, sondern eine andere. Ich überlegte noch den ganzen Abend, was dies zu bedeuten habe. Am nächsten Tag kam die Meldung, dass die Bevölkerung von Piding vorsichtig sein solle, denn am Staufen wurde ein Mord verübt und der Täter sei flüchtig. Ich glaube, es war eine Warnung.“

Der Voodoogeist

Frau A. R. machte einst im fernen Malawi eine sehr seltsame Erfahrung, die ihr noch heute einen Schauer über den Rücken jagt:
„Der Voodoo-„Geist“ begegnete meinem Mann und mir mitten in der Kleinstadt Ekwendeni (Malawi) an einem Nachmittag, also nicht in der Nacht und auch nicht auf dem Friedhof. Wir hatten Besorgungen gemacht und kamen nun nach Hause. Als ich gerade unser Gartentor aufschließen wollte, sahen wir eine seltsame Erscheinung. Im ersten Moment hielt ich sie für aufgewirbelten Staub und Sand – schnell rotierend, mit unscharfen Konturen, etwa so breit und hoch wie ein zehnjähriges Kind. Die „Staub“-Säule bewegte sich sehr schnell den Weg entlang, etwa mit dem Tempo eines Autos in der Stadt, glitt an uns vorbei und verschwand hinter einer Kurve. Und das alles absolut lautlos! Unser Hund, der hinter dem Tor auf uns wartete, schlug nicht an. Ich muss noch erwähnen, dass es absolut windstill war und dass hinter der „Staub“-Säule keine Staubfahne her wehte, wie es bei einer echten Staubsäule normalerweise zu beobachten ist. Diese Erscheinung war also nicht natürlich, sondern übernatürlich. Mein Mann und ich waren über diese unheimliche Begegnung ziemlich erschrocken. Wir erzählten einigen unserer afrikanischen Freunde von unserer Beobachtung. Die Reaktion war immer gleich: „Ihr habt einen „Reisenden“ gesehen, der mit Voodoo unterwegs war.“
In Malawi spielt Voodoo eine große Rolle. Mir wurde erzählt, es komme auch heute noch vor, dass Voodoo-Priester Kinder in diese Kunst einweihen. Wer in den Kreis der Kundigen aufgenommen werden will, muss einen Blutsverwandten töten, dessen Fleisch zu einem geheimen Festmahl mitbringen und verzehren. Alle „Voodoolehrlinge“ müssen diese Aufnahmeprüfung bestehen. Erst danach werden sie in die Geheimnisse eingeweiht. Der Sinn und Zweck dieses makabren Festmahls ist vermutlich, die Lehrlinge erpressbar zu machen. Wie denn das Reisen funktioniert, weiß ich nicht, aber man behauptet, es sei eine körperliche (!) Veränderung des Aufenthaltsortes. Deshalb soll es Fälle geben, wo Voodoo-Reisende, die einen Job in der Republik Südafrika haben, zuhause in Malawi Kinder gezeugt haben. […] Übrigens sollen auch frisch verstobene Voodoo-Priester in der Lage sein, Kinder zu zeugen. Die Frau darf aber nicht das Gesicht des Toten anschauen. Also Licht aus bzw. Augen zu! Na, ist das schön gruselig?“

Doch damit nicht genug, Frau A. R. hat auch in Deutschland einige unheimliche Dinge erlebt:
„Andere Geister haben uns in Schloss Wocklum besucht. Natürlich wohnten wir nicht im Haupthaus, denn dort residierte die gräfliche Familie. Nein, uns standen ein paar Zimmer im so genannten Gästehaus zur Verfügung, das aber ebenfalls ein altes Gemäuer ist. An jenem Abend saßen unsere vier Katzen, unser Frettchen und wir zwei Menschen im Wohnzimmer. Plötzlich blickten alle unsere Tiere auf und starrten auf einen Punkt ganz weit oben an der Wand, bzw. dorthin, wo die Wand an die Decke stößt. Weder mein Mann noch ich konnten da etwas Bemerkenswertes sehen. Dann folgten unsere Tiere mit den Blicken diesem Unsichtbaren. Und das war es auch schon. Grusel! Derlei Vorfälle wiederholten sich mehrfach. Sie hörten aber sofort auf, als wir in ein anderes Haus umgezogen sind.“

Das zersprungene Glas

Viele Menschen haben mir bereits von ihren Erlebnissen mit Ouijabrettern und Gläserrücken berichtet. Frau Ute Sch. erzählte mir gestern ein einschneidendes Erlebnis ihrer Tochter, das ihrer Meinung nach von einer solchen „Geisterbeschwörung“ ausgelöst wurde:
„Also, ich vermute, dass alles angefangen hat, als Jasmin [die Tochter] noch in der Eisenschmelze in SF wohnte. Sie machte Gläserrücken mit ihrem damaligen Freund Michael und es waren auch meine Söhne Pascal und André dabei. Jasmin sowie Pascal berichteten dann nach dem Gläserrücken, dass nachts plötzlich die Schubladen in der Küche aufgegangen und das Besteck herausgeflogen sei. Pascal glaubt ja eigentlich nicht an sowas. Er wollte aber nie wieder in dieser Wohnung schlafen.
Von nun an wechselte Jasmin sehr oft die Wohnung, die Beziehung zu Michael ging in die Brüche. Eines Tages zog sie nach Immenstadt. In der neuen Wohnung machte sie zu später Stunde wieder Gläserrücken – zusammen mit Marcell, ihrem jetzigen Ehemann. Ich glaube, André war erneut dabei, ob auch Pascal anwesend war, weiß ich nicht. Als sie mitten in der Sitzung waren, ging plötzlich das Glas kaputt, einfach so, es zerriss einfach!
Jasmin ging danach zu Bett. Kurz darauf hörte sie ein lautes Schnaufen, sie dachte es wäre Marcell, aber er war es nicht! Das Schnaufen wurde lauter, dann hörte sie schwere Schritte! Am nächsten Morgen war das Lüftungsgitter neben der Haustür von innen nach außen komplett verbogen (ich habe es auch gesehen).“
Doch es war noch nicht vorbei: „Sie sahen am Tag eine schwarze Gestalt durch die Küche sausen. Jasmin meinte, es sehe aus wie ein Hund, nur dicker. Sie hat daraufhin die Wohnung mit Weihrauch ausgeräuchert.
Das Seltsamste war aber, dass auf ihrer Matratze ein Handabdruck erschien, der sich nicht mehr wegmachen ließ und auch zu keiner uns bekannten Hand passte. Tags darauf waren dann unzählige Fliegen im Bad und sie sind in der Küche sogar aus der Spüle gekrochen.
Es folgten noch einige weitere Umzüge …
Als ich kürzlich mit Jasmin telefonierte, sagte sie mir, dass plötzlich ihre Schlafzimmertür von alleine aufgegangen sei, obwohl sie gerade noch fest zu war. Dann ging auch noch im ganzen Haus das Licht aus und jemand (oder irgendwas) hat an ihr Fenster geklopft, doch das Fenster liegt viel zu hoch, als dass ein Mensch dort dranklopfen könnte. Oben in der Galerie der Wohnung waren auf einmal alle Schränke offen. Jasmin dachte erst, es sei die Katze gewesen, aber das ist unwahrscheinlich.
Ich fürchte, dass sie damals beim Gläserrücken in SF einen bösen Geist gerufen haben. Es ist alles so passiert wie ich es geschrieben habe und ich denke, dass dies der Grund für ihre vielen Umzüge ist.“

Unsichtbare Begleiter

Die erste Geschichte zum neuen Jahr kommt von Frau Evelyn L. (Name geändert) die bereits im Buch „Reise ins Unbekannte. Wahre Geistergeschichten aus dem deutschsprachigen Raum“ ein Erlebnis erzählte (Geschichte „Das Buch“, S. 215f.). Sie erlebte kürzlich wieder Unheimliches, von dem sie uns im Folgenden berichtet:

„Nun mal ein aktuelles Erlebnis, das mich seit Nächten nicht loslässt. Ich arbeite seit Jahren in einer (Senioren-)Residenz.
Kurz vor Weihnachten kam meine Bezugspatientin wieder aus dem Krankenhaus zu uns auf die Station, als Palliativpflege wegen eines Schlaganfalls.
Bei der Übergabe gab mir mein Kollege alles Wichtige, das ich wissen musste weiter. „Es sieht wohl schlecht aus, vielleicht eine Woche noch“, so seine Worte.
Ich ging also in den ersten Rundgang und schaute als erstes zu ihr, begrüßte sie und redete mit ihr, während ich sie lagerte. Sie schaute die ganze Zeit nach oben rechts. Ich hielt ihr das Bild ihres Mannes vor ihre Augen und sie fixierte dieses mit einem leichten Lächeln. Ich verabschiedete mich und versprach ihr, nachher nochmal nach ihr zu sehen.
Um ca. 0.45 Uhr war ich im Keller und kramte noch etwas Weihnachtsdeko heraus, als ich ein ganz seltsames Gefühl bekam, als ob mir jemand sage: „Komm lass das liegen, geh mal hoch und schau zu Frau B.“ Ich ging also hoch und da lag sie und schaute nach rechts oben. Ich wechselte die Bettseite, nahm ihre Hand und streichelte sie. Sie schaute mich mit Tränen in den Augen an. Ich wusste, sie würde nun sterben. Auf einmal aber fixierte sie mit ihren Augen etwas hinter mir in der Ecke, folgte diesem ganz langsam mit Augen und Kopf auf die linke Bettseite und lächelte. Ihr Händedruck wurde schwächer und sie schlief mit einem Lächeln ruhig ein.
Ich denke, dass sie von ihrem Mann abgeholt wurde.
Wochen zuvor hatte sie mir immer wieder erzählt, dass ihr Mann und ihr Onkel im Zimmer seien und mit ihr frühstücken wollen. Sie wollten sie wahrscheinlich auf den Tod vorbereiten.

Rauhnächte – die Geister haben Ausgang

Nun ist wieder die Zeit der sogenannten „Rauhnächte“.

Diese sind v.a. im Süddeutschen Raum bekannt, doch sie sind auch Bestandteil des Volksglaubens anderer Regionen Europas, z.B. Italiens.

Die Dauer dieser Rauhnächte ist regional unterschiedlich, meist vom 21.12. (Thomastag) bis zum 6.1. (3-Königstag), doch auch manchmal erst ab Heiligabend bis Dreikönig.

 

Die Namensherkunft ist umstritten, man nimmt aber an, dass es mit dem Brauch des Räucherns zusammenhängt, der in dieser Zeit verstärkt ausgeübt wurde, um Haus und Hof vor den Mächten der Finsternis zu schützen.

Der Ursprung dieser Rauhnächte liegt im heidnischen Brauchtum, vermutlich im Germanischen. Man nimmt an, dass es 12 Rauhnächte sind, wegen des Unterschieds zwischen dem heidnischen Mondjahr mit 354 Tagen zu unserem heutzutage gebräuchlichen Sonnenjahr von 365 Tagen. Es wären demnach 11 Tage und 12 Nächte Unterschied.

 

In dieser Zeit, so glaubte man, wären die Gesetze der Natur außer Kraft, es wären tote Tage, an denen die Grenzen zu anderen Welten fallen und die Türen zu anderen Dimensionen offen stehen würden. Nun erscheinen angeblich besonders häufig Geister, v.a. Hausgeister.

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Das Tor zur anderen Welt öffnet sich und nicht alles, was durchschlüpft, ist freundlich

 

Es wurden verschiedene Rituale ausgeübt, Haus und Hof geräuchert, um die bösen Geister und Dämonen zu vertreiben, die jetzt Ausgang hatten. Die wilde Jagd soll in dieser Zeit umgehen und Zauberkundige können sich angeblich in Werwölfe verwandeln und bedrohen das Vieh.

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Unheimliche Gestalten treiben ihr Unwesen in den Rauhnächten

 

Auch ist dies die Zeit für Orakel, z.B. soll es für unverheiratete Frauen nun möglich sein, zu erfahren, wen sie einmal heiraten würden. Sogar Träume sollen nun in Erfüllung gehen, wobei die 12 Rauhnächte stellvertretend für die 12 Monate des kommenden Jahres stehen und ein Traum in Rauhnacht Nr. 5 dann im 5. Monat, also Mai, in Erfüllung gehen würde. Träumt man vor Mitternacht, dann geht der Traum in der ersten Hälfte des Monats in Erfüllung, Träume nach Mitternacht bewahrheiten sich am Ende des Monats. Ein auch heute noch populärer Brauch bzw. Orakel, ist das Bleigießen zu Silvester.

Ich wünsche Euch allen schaurig-schöne Feiertage und viel Glück im neuen Jahr! :-)

 

Unheimlicher Abschiedsgruß

Frau Christine N. berichtete mir von einem Abschied der unheimlichen Art:

„Als mein Bruder am 11. November 2009 starb, erlebte ich Folgendes: Mein Bruder war auf einer Palliative-Care-Station und schwer krank. In der Nacht vom 10. auf den 11. November 2009 konnte ich nicht schlafen. So gegen 2 Uhr morgens begab ich mich in die Küche. Ich saß einen Moment da, als ich plötzlich ein seltsames Geräusch hörte. Es war, als ob Möbel auf einem Steinboden hin und her geschoben würden (ein unglaubliches Kratzen). Dann hatte es heftig an das Küchenfenster geklopft. Ich erschrak, wusste nicht, was dies zu bedeuten hatte. Ich stand auf, öffnete das Fenster und sah keine Menschenseele. Das Küchenfenster liegt gegen den kleinen Innenhof meines Hauses, es kann unmöglich jemand die Mauer zum nächsten Haus übersteigen. Dazu muss ich noch sagen: Mein schwer kranker Bruder lebte, bevor er auf die Palliative-Care-Station kam, vier Monate in meinem Haus. Ich habe ihn gepflegt.

Am Morgen dann kam die Nachricht vom Tode meines Bruders in der Nacht vom 10. auf den 11. November 2009, ca. um 2 Uhr. Mir war, als ob er mir noch Adieu sagen wollte.

Daraufhin besuchte ich ein bekanntes Medium. Dieses bestätigte mir, dass sich mein Bruder von mir verabschieden wollte.“

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